Arten von Alarmplänen
Im Gegensatz zum vorherigen Einsatzleitsystem, ist es in diesem Möglich, mehrere Alarmpläne gleichzeitig gelten zu lassen. Daher können Basisalarmpläne mit Zusatzalarmplänen ergänzt werden und das komplette Abschreiben eines Gegenstückes, wie es früher bei KG und Objekten sein musste, entfällt.
Basisalarmplan
In diesem Alarmplan wird definiert, welche Einsatzmittel alarmiert werden sollen.
Zur Erstellung für den Großteil der Feuerwehren gibt es folgende Empfehlung
- Zeitlich 24/7
- 1 Alarmplan für alle 1er Stufen (Mehrfachauswahl im Formular, B1, T1, S1, ...)
- Gilt im gesamten Einsatzbereich
Zusatzalarmplan
Dieser Alarmplan dient dazu, zusätzliche Einsatzmittel auf Basis bestimmter Voraussetzungen zu einem Einsatz alarmieren zu lassen, wenn man den Bedarf hat.
Zur Erstellung für den Großteil der Feuerwehren, gibt es folgende Empfehlung:
- Ergänzungen zu Werktagszeiten (z.B. 0600-1800)
- Ergänzungen zu besonderen Objekten oder Straßen (z.B. bei B1 mehr Feuerwehren)
Großer Vorteil
Sonderalarmplan
Dieser Alarmplan kann entweder zeitlich einmalig gesteuert oder auf Anweisung durch die Feuerwehr über den Disponenten im eigenen Einsatzbereich ausgelöst werden.
- Nicht einsatzbereit-Alarmpläne
- Zusätzliche Eskalationsmöglichkeit
- Definierte Sondereinsatzmittel auf Anforderung
Nicht-einsatzbereit - Alarmplan (NE-APL)
Ein NE-APL kann grundsätzlich, wie ein normaler Alarmplan gestaltet werden, hat jedoch den Zweck im Falle der Verhinderung oder Einschränkung der Feuerwehr einen geeigneten Ersatz auf Anordnung bzw. als Fallback im Hintergrund zu haben. Dieser kann genauso zeitlich , als auch durchgehend geschalten werden, jedoch wird er nicht standardmäßig zur Alarmierung ausgelöst, sondern nur auf Anweisung im Vorhinein (z.B. via Ticket "Abmeldung von Einheiten aus der Einsatzbereitschaft") oder auf Zuruf von der Feuerwehr an den Disponenten. Es hat sich etabliert, das auch die Anlage von Einmalig-Gültigen NE-APL durchgeführt wird, wenn sich eine Feuerwehr bspw. über das Wochenende zu einem Festbetrieb bedingt einsatzbereit meldet. Hierzu wird der Start- und Endzeitpunkt in der Ticketangabe herangezogen.
SPAKX-Alarmplan ("Alarmierungsregel)
In der Datenpflege sprechen wir von der sog. "Gruppenzuweisung", jedoch ist die Sprechweise mit "Alarmplan" weitaus etablierter. Diese Einstellungsmöglichkeit lässt definieren, mit welcher Alarmgruppe eine Einheit (eine, mehrere oder alle) alarmiert werden.
Zur Erstellung für den Großteil der Feuerwehren, gibt es folgende Beispiele:
- Alle Alarmstufen, jeder Einsatzort, alle Einheiten, zu jeder Zeit: Sammelruf
- Alle Alarmstufen, jeder Einsatzort, alle Einheiten, nachts still, tags Feuer: Sammelruf still (nachts), Sammelruf (tags)
- Brandeinsätze generell mit Feuer, technische und Schadstoffeinsätze der Alarmstufe 1 mit still, ab Alarmstufe 2 mit Feuer
Spezielle Alarmierungskonzepte
- Abweichung zur Standardalarmierung bei speziellen Einsatzorten
- Sonderfahrzeuge mit eigener Alarmgruppe
- Schichtwechseldienstsysteme (Zug1 eine Woche, Zug2 eine Woche, usw)